Der Landesbeirat behinderter Menschen in Rheinland-Pfalz kam am 6. und 7. Februar 2026 zu einer zweitägigen Klausurtagung im Hotel Euvea in Neuerburg zusammen. Unter der Leitung der Vorsitzenden Beate Macher standen wichtige Themen der Selbstvertretung und aktuelle politische Entwicklungen im Mittelpunkt.
Auftakt mit regionalem Einblick
Den Einstieg in die Tagung bildete eine Besichtigung der Brauerei in Bitburg – eine gute Gelegenheit, die Region kennenzulernen und sich in entspannter Atmosphäre auszutauschen.
Aktuelle Themen und Herausforderungen
Zu Beginn der Arbeitsphase tauschte sich die Gruppe über aktuelle Themen und Sorgen aus, die Menschen mit Behinderung zurzeit beschäftigen. Dabei wurde auch die Frage diskutiert, ob die Gewalt in Deutschland zunimmt. Aufgrund der Wichtigkeit des Themas wird es in einer der nächsten Sitzungen vertieft behandelt.
Neuigkeiten aus der Landespolitik
Landesgeschäftsführer Sven Friedrich berichtete über aktuelle Entwicklungen aus der rheinland-pfälzischen Landespolitik. Im Fokus standen dabei wichtige Bereiche wie:
- Kindertagesstätten
- Wohnen
- Gespräche mit verschiedenen Ministerien
Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Ein Teilnehmer brachte das Thema „Wechselnde Arbeitszeiten" ein. In der anschließenden Diskussion wurde gemeinsam überlegt, wie Menschen mit Behinderung Familie und Beruf besser vereinbaren können.
Vernetzung auf Bundesebene
Der Landesbeirat erhielt wichtige Rückmeldungen vom Vernetzungstreffen mit der Bundesvereinigung. Dabei ging es um den sogenannten Masterplan, der Ziele und Forderungen für die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung beschreibt.
Schwerpunktthema: Der Masterplan
Stellvertretender Vorsitzender Thomas Gilles und Fachreferentin Petra Wolf stellten den Masterplan als zentrales Schwerpunktthema vor. Zu Beginn wurde ein Film gezeigt, den Mitglieder des Landesbeirats im vergangenen Jahr selbst gedreht hatten. Darin erzählen sie, warum sie sich engagieren und wie wichtig es ist, für die eigenen Rechte einzutreten.
Die drei Säulen des Masterplans:
- Haltung
- Regeln
- Alltags-Handeln
Gemeinsam wurde überlegt, was in Rheinland-Pfalz bereits gut läuft. Die Bilanz kann sich sehen lassen: Viele Mitglieder des Landesbeirates engagieren sich bereits in verschiedenen Gremien und Funktionen:
- Werkstatträte
- Frauenbeauftragte
- Wohnbeiräte
- Vorstände
- Inklusionsräte
- Gewerkschaften
Dieses Engagement findet sowohl vor Ort – dort, wo die Menschen wohnen und arbeiten – als auch auf Landes- und Bundesebene statt.
Positive Bilanz und Ausblick
Die Klausurtagung kam bei allen Teilnehmenden sehr gut an. Viele wünschen sich, dass solche Treffen regelmäßig und vielleicht sogar etwas länger stattfinden. Das zeigt: Der intensive Austausch, die gemeinsame Arbeit an wichtigen Themen und die Vernetzung untereinander werden als sehr wertvoll empfunden.
Über den Landesbeirat behinderter Menschen
Der Landesbeirat behinderter Menschen in Rheinland-Pfalz setzt sich für die Rechte und Interessen von Menschen mit Behinderung ein und vertritt diese auf Landesebene.